Spuren

Die lineare Abfolge von Clips für ein Instrument

Bei Synfire sollte die erzählerische Struktur deiner Komposition im Vordergrund stehen, denn die linear verlaufenden Spuren für jedes Instrument (wie in einer DAW) werden aus der Struktur automatisch erzeugt. Eine Spur ist einfach die Abfolge von Clips, die sich aus der Anordnung aller Container ergibt. Wenn du Container verschiebst, werden alle Spuren für dich neu aufgebaut.

Container können verschachtelt sein und Clips können beliebige Typen von Parametern enthalten, daher ist es auf der Struktur Seite nicht sofort ersichtlich, was letztendlich auf einer Spur landet. Die Spuren-Ansicht ist deswegen eine komfortable Karte, um dein Endergebnis zu navigieren und zu verstehen.

Struktur vs. Spuren

In der Strukturansicht kannst du dich darauf konzentrieren, Spannung aufzubauen und das musikalische Gesamterlebnis zu gestalten, während die Details der einzelnen Spuren automatisch im Hintergrund für dich erledigt werden. Die Strukturansicht macht es besonders einfach, umfassende Änderungen vorzunehmen, mit Ideen zu experimentieren und Alternativen auszuprobieren – und das alles auf nicht-destruktive Weise. In der flachen und linearen Spurenansicht wäre das extrem mühsam (weshalb wir das in einer DAW oft vermeiden).

Musik als Struktur zu betrachten, hat echte kreative Vorteile, auch wenn es etwas Gewöhnung erfordert. Natürlich kannst du einen Song weiterhin auf der Tracks Seite aufbauen, so wie du es in einer DAW tun würdest. Die daraus resultierende Containerstruktur gleicht dann jedoch eher einem Haufen von Clips, der wenig Sinn ergibt.

Um im Nachhinein etwas Ordnung zu schaffen, kannst du aus den flachen Spuren eine Struktur aufbauen, indem du mit Clip > Einsammeln in Container zusammengehörige Clips zu Containern zusammenfügst, wie zum Beispiel "Strophe", "Refrain", "Mittelteil", und dann die Container konsolidierst.

Wichtige Tipps

Tipp: Packe nicht zu viele verschiedene Dinge in einen einzelnen Clip. Vermeide es, hin und her zu scrollen über eine sehr lange Figure, die sich fast über den gesamten Song erstreckt. Platziere stattdessen mehrere kürzere Container mit jeweils etwas eigenem darin. So kannst du sie einfacher anders arrangieren und wiederverwenden.
Tipp: Faustregel: Wenn du willst, dass etwas irgendwo in der Mitte beginnt, füge an dieser Stelle einen Container ein. Füge keinen Leerraum am Anfang einer Phrase ein, nur um etwas später beginnen zu lassen, es sei denn, du willst wirklich, dass alle Schleifen an dieser Stelle eine lange Pause enthalten.